Als Autorin, Illustratorin und Sensitivity Readerin begleite ich Kinderbuchprojekte dabei, Diversität sichtbar, respektvoll und glaubwürdig zu gestalten.
Mit einem klaren Blick auf Story, Figuren und Bildsprache helfe ich dabei, inklusiv zu erzählen, sensible Nuancen zu erkennen und diskriminierende Muster zu vermeiden.

Bei Themen, mit denen wir wenig Berührungspunkte haben, greifen wir oft unbewusst auf Stereotype zurück. Das kann zu Darstellungen führen, die Vorurteile verstärken oder marginalisierte Menschen verletzen.
Ein professionelles Sensitivity Reading für Kinderbücher hilft dabei, solche Muster frühzeitig zu erkennen, Diskriminierung in Kinderbüchern zu vermeiden und Diversität sichtbar und respektvoll zu gestalten.
Ich unterstütze Verlage und Autor*innen dabei, Inklusion im Kinderbuch zu prüfen und Geschichten so zu entwickeln, dass sich unterschiedlichste Kinder in Text und Bild wiederfinden können.
Ich betrachte Kinderbücher ganzheitlich – Text und Bild im Zusammenspiel. Dabei prüfe ich, wie Figuren, Sprache, Handlung und Bildsprache wirken und ob Diversität glaubwürdig, respektvoll und inklusiv dargestellt wird.
Folgende Bereiche schaue ich mir besonders genau an:
Figuren & Perspektiven: Vielfalt, Glaubwürdigkeit, Stereotype, kulturelle Hintergründe.
Sprache & Dialoge: Tonfall, Anredeformen, implizite Botschaften, Wortwahl.
Narrative Muster: Rollenbilder, Machtverhältnisse, wiederkehrende Tropes.
Illustrationen & Bildsprache: Details, Gestik, Hauttöne, Körpersprache, Symbolik.
Gesamtdarstellung: ob Text und Bild zusammen ein sensibles, inklusives Gesamtbild ergeben.
Mein Fokus liegt darauf, diskriminierende Muster früh zu erkennen, Inklusion im Kinderbuch gezielt zu prüfen und vielfältige Lebenswelten kindgerecht abzubilden.
Als gebürtige Sächsin weiß ich aus eigener Erfahrung, wie verletzend es ist, sich in Kinderbüchern oder anderen Medien nicht wiederzufinden – oder nur als Klischee. Heute bin ich Mutter eines Schwarzen Kindes und stelle mit Erschrecken fest, dass sich seit meiner eigenen Kindheit viel zu wenig verändert hat.
Diese persönlichen Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus haben mich geprägt und motiviert. Sie sind der Grund, warum ich mich mit Sensitivity Reading im Kinderbuch für mehr Sichtbarkeit, Respekt und echte Diversität einsetze.
Ich arbeite mit einem intersektionalen Blick und habe die Lebensrealitäten marginalisierter Menschen bewusst im Fokus. Mein Wissen umfasst Themen wie Rassismus, Gender, LGBTQIA+, Behinderung sowie kulturelle und religiöse Sensibilität.
Mein Ziel ist nicht „Political Correctness“, sondern authentische Repräsentation – Figuren, in denen sich Kinder wiedererkennen können, und solche, die ihnen neue Perspektiven eröffnen.
Ich habe unter anderem für den Carlsen Verlag einen Atlas auf potenziell diskriminierende Inhalte geprüft. Darüber hinaus unterstütze ich Vereine und Stiftungen bei der Entwicklung sensibler, inklusiver Materialien.
Besonders am Herzen liegt mir die Arbeit mit Medien für Kinder. Es ist mir wichtig, dass sich alle Kinder in den Geschichten und Bildern wiederfinden können. Wenn weiße Kinder kaum Einblicke in andere Kulturen und Lebenswelten bekommen, verinnerlichen sie unbewusst Stereotype. Kinder of Color, die sich selbst nicht in Büchern sehen, verinnerlichen Ausgrenzung und Minderwertigkeit. Es fühlt sich an, als wären sie es nicht wert, gesehen zu werden.
Kurz gesagt: Was sichtbar ist, zählt.
Sensitivity Reading bedeutet für mich Verantwortung, gegenüber den Geschichten und gegenüber den Kindern, die sie lesen.
Damit Sensitivity Reading effizient und nachvollziehbar bleibt, arbeite ich mit einem klaren, transparenten Prozess. So wissen Sie von Anfang an, was Sie erwarten können:
Material senden: Manuskript, Illustrationen oder Konzeptunterlagen per E-Mail.
Kurzes Briefing: Welche Themen sind besonders sensibel? Was braucht das Projekt? Welche Zielgruppe?
Analyse von Text und Bild: Ich prüfe Figuren, Narrative, Sprache und Bildsprache hinsichtlich Diversität, Inklusion und potenziell diskriminierender Muster.
Ampel-Feedback: Alle Rückmeldungen sind klar strukturiert: grün (stimmig), gelb (Optimierung), rot (kritisch) – inklusive konkreter Vorschläge zur Überarbeitung.
Optionales Abschlussgespräch: Auf Wunsch klären wir offene Fragen oder besprechen konkrete Text- oder Bildanpassungen.
Ich werde vor allem dann angefragt, wenn es um die respektvolle Darstellung von BIPoC-Charakteren, kulturelle Vielfalt oder um inklusive Sprache in Text und Bild geht. Dazu gehören unter anderem:
Bilderbücher mit diversen Hauptfiguren
Sachbücher für Kinder, in denen kulturelle, familiäre oder historische Themen aufbereitet werden
Coverillustrationen, bei denen authentische Darstellung von Kindern of Color wichtig ist
Marketingtexte für pädagogische Materialien mit Fokus auf inklusiver Sprache
Handgezeichnete Illustrationen für Werbematerialien, die Diversität sichtbar machen wollten
„Vielen Dank für die ausführliche und konstruktive Rückmeldung. Ihre Hinweise waren klar, gut nachvollziehbar und sofort umsetzbar. Besonders hilfreich war die Mischung aus Sensibilität, konkreten Beispielen und Alternativvorschlägen.“
– Lektorin eines Kinderbuchverlags
Im Rahmen meines Ehrenamtes für einen Familientreff habe ich Susann beauftragt für Sensitivity Reading.
Durch die Zusammenarbeit mit Susann haben wir einen stringenten, professionellen Außenauftritt. Ihr Sensitivity Reading war intersektional und in vielen Bereichen augenöffnend.
Die Zusammenarbeit mit Susann war von ihrer Professionalität geprägt und gleichzeitig auf Augenhöhe und hat viel Spaß gemacht. Eine besondere Erleichterung war ihre zeitliche Flexibilität sowie ehrliche Tipps und Tricks.
Ich kann eine Zusammenarbeit mit Susann nur empfehlen.
„Ich lerne immer wieder Neues durch dein Sensitivity Reading und freue mich, dass ich einen der Kritikpunkte selbst schon erkannt habe.“
– Carolin Fantini, Ehrenamtliche Projektleitung des Kunterbunt Familientreffs
Sensitivity Reading bedeutet, Texte und Illustrationen auf sensible Darstellungen, stereotype Muster, Auslassungen oder mögliche Diskriminierungen zu prüfen. Ziel ist eine respektvolle, glaubwürdige und inklusive Darstellung von Figuren, Lebenswelten und kulturellen Hintergründen.
Kinderbücher prägen, wie Kinder die Welt wahrnehmen. Ein Sensitivity Reading hilft dabei, unbewusste Vorurteile oder stereotype Darstellungen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Es unterstützt Autorinnen, Autoren und Verlage dabei, vielfältige Geschichten verantwortungsvoll zu veröffentlichen.
Ich prüfe Figuren, Perspektiven, Sprache, Dialoge, narrative Muster und implizite Botschaften im Text. In Illustrationen analysiere ich Bildsprache, Körpersprache, Details, Symbolik und das Zusammenspiel von Text und Bild. Dabei liegt der Fokus auf Diversität, Inklusion und glaubwürdiger Darstellung.
Sie senden mir das Material, wir klären kurz das Briefing, und ich prüfe Text und Bild nach klaren Kriterien. Mein Ampel-System zeigt sofort, welche Stellen stimmig sind, wo Optimierungen sinnvoll sind und wo kritische Punkte liegen. Auf Wunsch gibt es ein Abschlussgespräch.
Der Zeitaufwand hängt vom Umfang ab. Bilderbücher prüfe ich meist innerhalb weniger Tage, längere Texte benötigen entsprechend mehr Zeit. Da viele Projekte zeitkritisch sind, arbeite ich flexibel und zuverlässig.
Die Kosten richten sich nach dem Umfang des Projekts und werden nach Stunden berechnet. Nach einer kurzen Sichtung gebe ich eine realistische Einschätzung und erstelle ein individuelles Angebot.
Nein. Es geht nicht um starre Regeln, sondern um authentische Repräsentation und um Geschichten, in denen sich unterschiedliche Kinder wiederfinden können. Sensitivity Reading unterstützt Verlage dabei, verantwortungsvoll zu veröffentlichen und vielfältige Perspektiven sichtbar zu machen.
E-Mail: susannbeebooks@gmail.com
Susann Bee Anrather Weg 26 40547 Düsseldorf | 2025 | Alle Rechte vorbehalten
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